Schwerpunktgebiet im Projekt sind neben den hofnahen Weideflächen im Priental die Almen.

Zum Projektgebiet Gemarkung Sachrang gehören aktuell 17 Almen (7 auf der westlichen und 10 auf der östlichen Prientalseite), die im Folgenden in kurzen Steckbriefen vorgestellt werden.

Westliche Prientalseite

Aueralm

Aueralm
  • Schöne alte Legsteinmauer an unterer Abgrenzung, teilweise noch gepflegt.
  • Almlichte: 15 ha
  • Höhenlage: 1305 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Eigentum Auer von Außerwald
  • Wasser: Quelle Richtung Gipfel, nicht zuverlässig, mehrere Brunnen auf der Weidefläche verteilt.
  • Status: bestoßen. Zusammen mit Tristmahlnalm: ca. 45 Kalbinnen (25 Stück eigene und 20 Stück Pensionsvieh). Eigentlich nur Fleckvieh
  • Bauten: Kaser 1927, 13 m x 7 m
  • Bewirtschaftung: Almerer seit 1999 Franz Pfaffinger, ein Onkel vom Bauern.
  • Almbauern: Max und Christine Pfaffinger, Max und Anna Pfaffinger (die Senioren), Max und Magdalena Pfaffinger (die Junioren).
  • Talanwesen: Auerhof in Außerwald
  • Erwerb: Milchviehbetrieb mit Jungviehaufzucht

Brandelalm/Brandelbergalm

Brandelbergalm
  • Almlichte: 10 ha
  • Höhenlage: 1225 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Staatsalm
  • Wasser: Quelle 250 m hinter der Hütte. Wasser gut
  • Status: bestoßen
  • Bauten: Kaser , 11 m x 6 m. Diverse Einschnitzungen. Früher mit Stall: 9 m x 6 m

Feichtenalm

Mitterleitner Ried

Schloßrinnalm

Schönleitenalm

Schönleitenalm

Tristmahlnalm

Tristmahlnalm

Östliche Prientalseite

Ackeralm

Ackeralm
  • Almlichte: 44 ha
  • Höhenlage: Almflächen von 1250 m bis 1400 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Bayerische Staatsforstverwaltung. Verpachtet an Inhaber des Bergstetter Anwesens in Sachrang
  • Wasser: Quelle 50 m unter der Hütte, gutes Wasser, aber zuweilen knapp
  • Status: bestoßen. 2016: ca. 75 Stk. Fremd- und Eigenvieh
  • Gebäude: Bergstetter Hütte, 1924 (ursprgl. Hütte 1841, brannte 1923 ab), Größe: 23 m x 12 m Lage auf 1325 m
  • Almbäuerin/Almerin Steffi Pfaffinger
  • Talanwesen: Bergstetterhof in Sachrang
  • Solarstrom auf der Alm

Hofbauernalm

Niederkaseralm

Niederkaseralm
  • Almlichte: 15 ha
  • Waldweide: 26 ha
  • Höhenlage: 1440 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Pachtalm, seit 1979
  • Wasser: Quelle im Norden des Kasers, 800 m entfernt auf der Oberkaseralm. Wasser sehr gut und reichlich
  • Status: bestoßen. 2016: 14 Fleckviehkalbinnen mit Hörnern und 6 Stück Fremdvieh vom Stöcklhof, 25 Fleckviehkalbinnen vom Ertlhof
  • Gebäude: Arnold Haus 2003 Neubau (alte Hütte von 1841 Doppelkaser), 16 m x 12,9 m Mitterkaser 1969, 22 m x 11 m Stadel, Viehstall 9 m x 5 m
  • Bewirtschaftung: Vom Talbetrieb aus
  • Almbauern: Traudi und Franz Huber
  • Heimbetrieb: Stöcklhof in Ried bei Riedering
  • Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide Vollerwerb
  • Almbauern: Familie Maier
  • Heimbetrieb: Beim Ertl in Schömering bei Stephanskirchen Milchviehbetrieb und Hofkäserei Vollerwerb

Obere Talalm

Obere Talalm
  • Almlichte: 13,5 ha
  • Höhenlage Kaser auf rd. 1150 m ü. NN, Weidenfläche auf 1060 m bis 1250 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Berechtigungsalm mit 15 Schlägen, Bayerische Staatsforsten. Berechtigt ist Osl in Wald, Aschau
  • Wasser: Quelle am Waldrand über der Hütte. Wasser ausreichend. Gemeinsame Quelle mit unterer Talalm.
  • Status: bestoßen (untere und obere Talalm) 2016: 22 Jungrinder, hauptsächlich Fleckvieh
  • Bauten: Osl Hütte 1842, Größe 20 m x 7,5 m, Lage im mittleren Bereich der Almlichte
  • Bewirtschaftung: vom Oslhof aus, kein Almpersonal
  • Almbauer: Andreas Kronbichler
  • Talanwesen: Osl-Hof in Wald/ Aschau
  • Erwerb: Aufzucht von Jungvieh Nebenerwerb

Oberkaseralm

Oberkaseralm
  • gehört zu den drei Sachranger Uralmen, die in der Sachranger Almordnung von 1558 aufgeführt sind
  • Almlichte: 19,22 ha
  • Höhenlage: 1666 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Pachtalm, Pächterin ist Felicitas Günther
  • Wasser: Eigene Quelle, Wasser gut und ausreichend
  • Status: bestoßen. Bis zu 22 Original Braunvieh Rinder (Jungvieh, Ochsen und Alttiere). 2016: 17 Ochsen und weibliche Jungrinder
  • Gebäude: 2 Kaser mit angehängten Ställen; Grenzhuber-Kaser, gebaut 1890, 14 m x 6,5 m, 1500 m ü. NN, 1981 völliger Neubau, 20 m x7 m
  • Almbauern: Familie Armin und Felicitas Günther
  • Erwerb: Seit 60 Jahren ökologisch wirtschaftender Betrieb. 100% Grünland. Mutterkuhhaltung Original Braunvieh. Pferdehaltung. Rot- und Dammwildgehege. Forstbetrieb (PEFC zertifiziert). Nebenerwerb

Roß-/Aschentaleralm

Rossalm
  • höchstgelegene Alm in den Oberbayerischen Bergen. Gehört zu den drei Sachranger Uralmen, die in der Sachranger Almordnung von 1558 aufgeführt sind.
  • Almlichte: 48 ha
  • Höhenlage: 1757 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Eigentum der bay. Staatsforstverwaltung, Verpachtet an Fam. Probst/Gröbmeyer
  • Wasser: Seit 1977 wird die Alm von einem Widder (selbsttreibende Wasserpumpe) von einer 80 m tiefergelegenen Quelle mit frischem Trinkwasser versorgt
  • Status: bestoßen. 2016: 30 Stk. Jungvieh, 6 Kälber, 2 Milchkühe (alles Fleckvieh)
  • Gebäude: früher 11 Kaser; Kaser 1, (auf 1670 m ü. NN), 1954 – 1960 neu erbaut, 7 m x 8 m, Stall, 1960 für 38 Stk. Vieh angebaut.
  • Almbauer/Almerer: Sepp Gröbmeyer mit Sohn Markus, Schwiegertochter Ngaire, Sohn Maxi und Aushilfen
  • Heimbetrieb: in Unterheufeld bei Bad Aibling
  • Erwerb: Der Bio- Hof wird in einem modernen Laufstall mit 38 Milchkühen + Nachzucht bewirtschaftet. Nebenerwerb

Schachenalm

Schachenalm
  • Ersterwähnung bereits 1558
  • Almlichte: 33 ha
  • Höhenlage Kaser 908 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Berechtigungsalm
  • Wasser: Quelle 200 m von der Hütte entfernt im Graben, versiegt bei Trockenheit
  • Status: bestoßen, 2016 mit 44 Stück Jungvieh davon 28 eigenes und 16 Stück Fremdvieh.
  • Bauten: Braun Kaser, 1975, 10 m x 7 m, mit Boxenlaufstall 6 m x 7m; Priener Kaser, Kulturdenkmal, 1751, 9 m x 6 m; Milchkeller, östlich des Priener Kasers in den Hang gebaut, 1897 Baugenehmigung; Fernsehumsetzer Schachenalmkreuz 1984, Straßenbau zur Alm 1972.
  • Almbauer: Jakob Wörndl
  • Heimbetrieb: Braunhof in Ruckerting, Frasdorf
  • Erwerb: Milchviehbetrieb und Lieferant Bergader Bergbauernmilch Haupterwerb
  • Bewirtschaftung: Vom Heimbetrieb aus. Möglich wegen guter Erschließung

Schreckalm

  • Almlichte: 78 ha
  • Waldweide: 36 ha
  • Höhenlage: 1400 m ü. NN
  • Almfächen auf 1300 m bis 1600 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Berechtigungsalm, berechtigt sind Hotz und Simmerl von Mitterleiten und Euschl von Aschach
  • Status: bestoßen. Simmerl: an die 50 Stück Stück Vieh, darunter Pensionsvieh. Ertl: 35 Jungrinder
Schreckalm Simmerl Kaser

Simmerl Kaser, ursprgl. 1810, 2010 neu gebaut, 14 m x 11 m, früher auch Käserei

  • Almbauern: Familie Peter und Monika Pfaffinger mit den Kindern Theresa, Peter, Marinus, Marlene und Andreas
  • Bewirtschaftung neu 2016: Familie Pfaffinger ist selber auf der Alm
  • Talanwesen: Simmerlhof in Mitterleiten
  • Erwerb: Mutterkhuhhaltung und Pensionsvieh. Neben der Landwirtschaft wird Bauernbrot vermarktet. Ein weiteres Standbein bietet die Vermietung von Ferienwohnungen „Urlaub auf dem Bauernhof“.
Schreckalm Hotz Kaser

Hotz Kaser, 1802, oberste Hütte auf der Alm

  • Almbauern: Familie Sebastian Pfaffinger
  • Talanwesen: Hotz in Mitterleiten
  • Erwerb: Milchkuhhaltung Nebenerwerb
Schreckalm Ertl Kaser

Ertl Kaser, 1716, 11 m x 12 m

  • Almbauern: Christine Danner mit Familie
  • Bewirtschaftung: Almerin Martina
  • Talanwesen: Ertlhof in Aschach
  • Erwerb: Milchkuhhaltung und Grünlandbetrieb Haupterwerb

Sulzingalm

Sulzingalm
  • Gehört zu den drei Sachranger Uralmen, die in der Sachranger Almordnung von 1558 aufgeführt sind
  • Almlichte: 17 ha
  • Höhenlage: 1430 m ü. NN
  • Besitzverhältnis: Berechtigungsalm, berechtigt ist Hamberger von Innerwald
  • Wasser: 1 Brunnen
  • Status: bestoßen. 2016: 32 Rinder, davon 4 Ochsen
  • Gebäude: Hamberger Kaser, 1819, Größe 13 m x 9 m
  • Almbauern: Familie Angela und Sebastian Pertl
  • Talanwesen: Hamberger Hof in Innerwald
  • Erwerb: Rindermastbetrieb mit Fleischvermarktung und Legehennen im Nebenerwerb, Vermietung von FW und Gästezimmer, Partnerbetrieb Bergsteigerdorf Sachrang
  • Bewirtschaftung: Almerer Franz Kinne

Untere Talalm

Untere Talalm
  • Almlichte: 17,34 ha
  • Höhenlage Kaser auf rd. 1140 m ü. NN, Höhenlage
  • Weideflächen auf 1060 m bis 1250 m ü. NN.
  • Besitzverhältnis: Eigentumsalm, gehört Soilacher von Soilach, Gde. Frasdorf
  • Wasser: Quelle am Waldrand über der Hütte. Wasser gut.
  • Status: bestoßen (untere und obere Talalm gemeinsam) 2016: 22 Jungrinder, hauptsächlich Fleckvieh
  • Bauten: Soilacher Hütte, vermutlich mit 1741 datiert, Größe: 24 m x 7 m, Lage im mittleren Bereich der Almlichte.